Danilo Degner
Begriffsklärung
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© 2011 Danilo Degner

Was ist Gewalt ?

Gewalt ist eine destruktive physische oder psychische (direkte oder indirekte) Handlung gegenüber Personen oder Sachen und geschieht gegen den Willen der betroffenen Person.

Als Gewalt bezeichnet man somit die zielgerichtete und bewusste Schädigung einer Person oder Beschädigung von Sachen, die im Wesentlichen folgende Formen (Gewaltarten) hat:

  • physische Gewalt: die Schädigung und Verletzung eines anderen durch körperliche Kraft und Stärke (körperliche Gewalt)
  • psychische Gewalt: die Schädigung und Verletzung eines anderen durch Vorenthalten von Zuwendungen und Vertrauen, durch seelisches Quälen und emotionales Erpressen
  • verbale Gewalt: die Schädigung und Verletzung eines anderen durch beleidigende, erniedrigende und entwürdigende Worte und
  • Vandalismus: Beschädigung und Zerstörung von Gegenständen

Was ist Gewaltprävention?

Als Gewaltprävention bezeichnet wir alle institutionellen und personellen Maßnahmen, die der Entstehung von Gewalt vorbeugen, diese reduzieren oder abwehren. Wir verstehen Gewaltprävention auch als:

  • Informieren und Aufklären
  • Deeskalations- und Interventionstraining
  • Verhaltensbeispiele geben und üben
  • Vermittlung von sozialer Kompetenz
  • Gefahrensituationen erkennen und vermeiden
  • Sicherheitsvorkehrungen treffen und dadurch Gewalt verhindern.

Deeskalation: Möglichkeiten um in eskalierten Streitsituationen gezielt und mit situationsadäquatem Handlungsrepertoire körperliche sowie verbale Auseinandersetzungen zu beenden.

Intervention: Möglichkeiten um Stressituationen als Schlichter zu beenden.

Selbstbehauptung

Selbstbehauptung ist die erfolgreiche Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Rechte und die Demonstration eigener Stärke. Grenzen deutlich aufzeigen und auf deren Akzeptanz und Einhaltung beharren sind wesentliche Elemente der Selbstbehauptung.

Selbstverteidigung

Selbstverteidigung ist eine verhältnismäßige Reaktion mit körperlichen Mitteln auf einen ungerechtfertigten Angriff. Selbstverteidigung bedeutet in Notwehr zu handeln und alle notwendigen Mittel zu nutzen, um eine Situation schnell zu beenden, aus der für den Verteidiger körperliche oder seelische Verletzungen entstehen können.

Notwehr und Nothilfe
Den Begriff „Notwehr“ kennt jedermann. Die Grundlagen des Notwehrrechts lassen sich auf zwei Gedanken zurückführen und erklären. Dies sind die:

  • individualrechtliche Grundlage: Niemand muss sich gegen seinen Willen verletzen lassen!
  • und die sozialrechtliche Grundlage: Das Recht braucht dem Unrecht nicht weichen!